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Vergnügen in der "Welle" wird deutlich teurer

07.01.2009
Stadtwerke setzen am 1. Januar Jahreskarten-Preise herauf /Alle anderen Erhöhungen folgen am 1. Mai
Die Inhaber von Dauerkarten im Pyrmonter Hallen-, Wellen- und Freibad können schon zu sparen anfangen. Denn zum neuen Jahr hebt die Bäder- und Beteiligungsgesellschaft der Stadtwerke in der "Pyrmonter Welle", wie das derzeit noch unter "Ahoi" firmierende Bad dann heißen soll, die Eintrittspreise kräftig an: Am 1. Januar 2009 steigt der Preis für eine Jahreskarte von bisher 107 auf dann 178 Euro. Das entspricht einem Aufschlag um rund 66 Prozent.
Besucher sind damit voll einverstanden. Jahreskarten für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre verteuern sich dann von jetzt 56 Euro um 23 Euro oder rund 41 Prozent auf künftig 79 Euro. Familienkarten für ein Paar mit Kindern kosten ab 1. Januar 265 Euro. Damit steigt der bisherige Preis von 174 um 91 Euro und somit gut 52 Prozent. Die Familienkarte für einen allein erziehenden Elternteil für bisher 118 Euro wird ganz abgeschafft.
Und 2010 werden die Dauerkarten-Peise weiter steigen. Denn, so erklärte Stadtwerke-Geschäftsführer Dieter Boldt gestern auf PN-Anfrage: Wir erhöhen unsere Preise erst zum 1. Mai 2009. Deshalb liegt den Jahreskartenkosten eine Mischkalkulation zugrunde." Ab 2010 soll die Erwachsenen-Jahreskarte dann 214 Euro kosten, die für Kinder 90 Euro und die Familien-Jahreskarte 310 Euro.
Boldts Eindruck: "Dass die Preise extrem teurer werden, war jedem klar. Die Besucher sind damit voll einverstanden". Schließlich habe es zehn Jahre lang keine Anpassung gegeben. Und: Wenn man mit der Jahreskarte jeden Tag schwimmen gehe, sei es "immer noch geschenkt". Andernorts seien die Jahreskarten längst abgeschafft worden. Und natürlich bleibe das Bad für die Stadtwerke auch künftig ein Zuschussbetrieb.
Für all jene, die ihre Tickets einzeln kaufen, wird's ab 1. Mai teurer. Dann soll die Erwachsenen-Karte 3,50 statt bisher 3 Euro kosten Das entspricht einem Preisanstieg von rund 16 Prozent. Wer allerdings vor 10 Uhr badet, zahlt mit dem neuen "Guten-Morgen-Ticket" einmalig nur 2 Euro und für zehn Besuche 18 Euro. Und wer mit der Familie kommt, zahlt 7,50 statt bisher 7 Euro. Kinder und Jugendliche müssen künftig 1,50 statt 1 Euro berappen. Die Preise für Zehnerkarten steigen von 26 auf 31,50 Euro für Erwachsene und von 10 auf 13,50 Euro für Kinder. Neu ist die Familien-Zehnerkarte für 67,50 Euro pro Stück.

Bald ermäßigter Eintritt auch für Finanzschwache
Schon bisher zählte das Pyrmonter Bad nicht zu den günstigen im Umkreis. Dank des Wellenbad-Betriebs und der Riesen-Wasserrutsche sowie diverser anderer Angebote firmiert es aber als Erlebnisbad; und die sind nun einmal teurer als ganz normale Bäder - auch in der Unterhaltung. Vielen erwachsenen Schwimmern sind die Attraktionen allerdings egal. "Wir passen immer die Zeit ab, wenn keine Welle ist", erzählt etwa ein Lügderin, die wegen der Preisanhebung vom Kauf einer Jahreskarte absehen will.
Zum Vergleich: Obwohl auch die Stadt Hameln 2009 die Preise für ihre Bäder anheben wird, bleiben die Unterschiede zu Bad Pyrmont deutlich: So zahlen Erwachsene in Hameln pro Billett künftig 2,80 und pro Zehnerkarte 25 Euro. Kinder bleiben mit 1 Euro pro Besuch und 9 Euro pro Zehnerkarte dabei. Zudem stellt die Stadt dort finanzschwachen Bürgern Berechtigungsausweise aus, so dass diese die Bäder zum halben Preis besuchen können. Ein ermäßigter Sondereintritt soll ab Mai aber auch in der Kurstadt nicht mehr nur für über 18-jährige Schüler sowie für Schwerbehinderte, Wehr- und Zivildienstleistende gelten, sondern auf Harzt-IV-Empfänger und Tagesmütter ausgeweitet werden. Sie alle zahlen dann 2,50 Euro für einen Besuch und 22,50 pro Zehnerkarte.
Zudem sind erstmals auch 25er-Karten im Angebot. Sie sind um ein Viertel günstiger als die jeweiligen Einzelpreise.

Quelle: Dewezet, Donnerstag, 11. Dezember 2008

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